Dies ist eine kostenlose Homepage erstellt mit hPage.com.

 

Heey,

also das is der Anfang einer FanFiktion zu Melissa Marrs Sommerlicht-Reihe, die ich nie zu Ende schreiben werde. Die Idee ist mir in letzter Zeit nur so oft durch den Kopf gegangen, dass ich es einfach aufschreiben musste.

Das ganze spielt nach dem fünften Teil "Aus dunkler Gnade" und das ganze im Schattenreich in der Elfenwelt. Es geht um ein Mädchen, Lynna, die von Devlin zu einer Elfe gemacht wird. Ich finde sie vor allem interessant, weil der Anfang mal eine ganz andere Seite von Ani zeigt... Ihr werdet schon sehen :D

Alle Charaktere außer Lynna gehören natürlich Melissa Marr.

Viel Spaß und ich hoffe es gefällt euch!!

PS: Ich hoffe ihr seid nicht zimperlich was Blut angeht...

 

 

 

Für Schatten und Zwielicht

 

 

„Ihr seid Sorchas Gegengewicht. Sie kann einen Menschen in einen Elfen verwandeln, also müsst ihr das auch können.“

„Du wagst es so mit mir zu sprechen.“Ich zuckte die Schultern, „Was habe ich zu verlieren?“

„Das gefällt mir...“ Devlin lachte, „Du hast Recht. Ich habe die Macht, dich in eine Elfe zu verwandeln. Aber ich wäre niemals so töricht wie meine Schwester, dafür meine eigene Essenz zu nutzen. Sag mir aber, warum sollte ich dir helfen?“

„Ich weiß es nicht. Euer Hof besteht aus ehemaligen Lichtelfen. Vielleicht wäre es interessant eine richtige Schattenelfe zu erschaffen.“

„Das mag sein, aber ich sage dir warum ich es tun werde: Meine Schwester hält dich für eine Bedrohung. Seth ist ihr zwar loyal, aber er möchte einen Zwischenfall verhindern.“ Er lächelte seinen „Bruder“ an und merkte dadurch nicht, dass ich kein Wort verstand, „Du sollst eine wichtige Rolle in der Zukunft meiner Schattenelfe und in der Zukunft des ganzen Elfenreichs spielen. Wenn ich dich also zu einer der Meinen mache, dann wärst du geschützter.“

„War das ein Ja?“ fragte ich hoffnungsvoll.

„Es wird Sorchas Ordnung zerstören. Sie muss endlich einsehen, dass sie nicht mehr allein im Elfenreich regiert. Ja, ich werde es tun.“ Ein erstauntes Raunen durchlief die Elfen im Saal, „Geht, alle. Du auch Seth.“

Seth verbeugte sich, „Ich werde Sorcha aber Bericht erstatten.“ Er sah Devlin wieder an und zog eine Augenbraue hoch, was seine Piercings kurz im wenigen Licht des Raumes aufblitzen ließ.

„Ich weiß. Geh nur.“ Devlin lächelte wissend. Dann waren er und ich allein, zumindest soweit ich das sehen konnte. Ich sah ihn an, legte den Kopf schief und grinste.

„Hast du keine Angst?“ Er kam näher. So nah, dass ich seinen Atem in meinem Gesicht spüren konnte obwohl er mich um gute zehn Zentimeter überragte.

„Sollte ich?“

„Du hast keine Ahnung, wer noch im Raum ist. Du weißt nicht, ob nicht jemand mit gezücktem Messer hinter dir steht um dich zu erstechen. Du weißt nicht was ich mit dir vorhabe.“ Während er sprach änderte er die Gestalt und zeigte mir sein wahres Wesen. „Und erst jetzt weißt du, wie ich wirklich aussehe.“ Ich schluckte. Nein, das tat ich nicht. Ein Vorhang aus Schatten hatte sich über ihn gelegt. Wie Hände griffen Ausläufer von ihnen nach mir, ergriffen meine Arme, meine Hüfte, meine Klamotten. Sie zogen mich heran, nahmen mich in ihre Mitte. Ich sah nichts mehr. Sie zogen an mir. Zerrten. Zerrissen meine Jacke, meine Hose, mein Shirt. Ich atmete ein. Tief und immer tiefer, immer wieder. Ich bekam keine Luft, ich atmete Schatten.

Ich wusste nicht, wie viel Zeit verging, aber die Schatten zogen sich zurück. Ich fiel zitternd zu Boden. War geblendet von dem wenigen Licht in der Halle.

„Ich hoffe du überlebst es.“ sagte Devlin. Dann spürte ich, wie ich hochgehoben wurde. Man trug mich fort. Ich wehrte mich nicht.

 

Bald schon ließ das Zittern nach. Ich spürte die Entkräftung. Spürte, wie viel Kraft es mich kostete überhaupt ein und aus zu atmen. Meine Sehkraft war wenigstens zurück gekehrt. Ich spürte die Veränderung an meinem Körper, aber ich hatte nicht die Kraft um zu sehen, wie groß sie war.

Ich hörte Schritte auf dem Gang, das Quietschen der Türangeln und ich wusste, dass ich es früher nicht gehört hätte. Jemand kam zum Bett. Es war Devlin, mein König.

„Du hast es überlebt.“ Das würde ich nicht sagen, so kraftlos wie ich war, aber er schien ehrlich überrascht und erfreut. „Du fühlst dich jetzt wahrscheinlich entkräftet, weil du noch nichts zu dir genommen hast. Ich weiß nicht genau, was du brauchst. Ob Blut wie ich, oder Gefühle wie die Dunkelelfen oder Berührungen wie die Meute, oder vielleicht sogar einen Mix aus allen, so wie Ani. Aber ich weiß, dass du von mir abhängig bist. Sorcha hat ihre eigene Essenz benutzt, um Seth zu verwandeln. Ich habe ein wenig vom Hof abgeleitet. So wie sie abhängig ist von ihm, auch wenn sie das nie zugeben würde, bist du abhängig von mir. Und von meiner körperlichen Nähe.“ Er grinste, „Meiner Königin wird das vermutlich nicht gefallen, aber du bist jetzt eine von unseren Elfen und ich muss dir helfen.“ Er kam noch näher und stieg zu mir aufs Bett. Kniete über mir. Selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich nicht die Kraft gehabt mich zu wehren. Er beugte sich herunter, streifte mit seinen Lippen meine. Ich konnte seine Gefühle schmecken obwohl er versuchte sie zu verstecken. Sie schmeckten bittersüß nach Verlangen und Schmerz. Und allein diese kurze Berührung gab mir Kraft.

Ich hob die Hand, zog ihn wieder zu mir heran. Ich spürte Blut an meinen Fingerspitzen, er hatte sich verletzt, daher der Schmerz. Vielleicht vorsorglich, damit ich Blut bekam, falls ich es brauchen sollte. Aber es verlangte mich mehr nach seinem Kuss. Ich küsste ihn, trank seine Gefühle, genoss seine Berührung und sog sie in mich auf. Er zerriss die letzten Fetzen meines Shirts. Küsste meinen Hals, meinen Bauch, mein Brustbein.

Die Tür öffnete sich und ich erschrak, aber ich sah mich nicht um. Ganz langsam nur nahm Devlin seine Lippen von meiner Haut. Er zog sich zurück – gemeinsam mit den Schatten, die für mich jetzt immer sichtbar sein würden. Sie umgarnten ihn wie Verehrerinnen.

„Du hättest eine solche Entscheidung nicht alleine treffen dürfen.“ Es war eine weibliche Stimme. Nun sah ich doch auf. Es war ein Mädchen nur ein, zwei Jahre älter als ich. Auf ihren Armen sah ich bewegliche Tattoos, rennende Wölfe. Und dazwischen platz für die Befehle des Königs.Sie war die Gabrielle der Meute. Sie war meine Königin, Ani. Ihre Wut und ihre Eifersucht konnte ich selbst auf dem Bett schmecken.

„Ani. Seit wann bist du zurück?“ Während Devlin sprach, stand er auf.

„Seit gerade eben. Ich habe nach meinem König gefragt und man wies mich in dieses Zimmer. Und was sehe ich? Dich, auf dem Bett mit einer Elfe, die ich noch nie gesehen habe. DU bist verletzt und blutest.“ Sie kam weiter in den Raum hinein um sich vor Devlin aufzubauen, was nicht viel half, da sie immer noch einen Kopf kleiner war. „Nenne mir nur einen Grund, warum ich sie nicht sofort töten soll.“

„Du kennst den Grund bereits, sonst wäre sie schon tot.“

„Das stimmt.“ Ich konnte Ani lächeln sehen, wenn auch nur kurz.

„Na siehst du?“ Auch Devlin lächelte.

„Wir werden trotzdem noch darüber reden.“ sagte sie.

„Natürlich.“

„Dann lass uns jetzt bitte allein, mein König. Ich möchte allein mit dieser Elfe reden.“

„Du lässt sie am Leben.“ Das war ein Befehl und er erschien sofort auf Anis Arm. Jetzt konnte sie sich nicht mehr widersetzen. Ich atmete auf.

„Mein König.“ Sie verbeugte sich. Devlin ebenfalls – auch vor mir. Eine neue Welle der Eifersucht kam von Ani zu mir. Dann wandte er sich zum gehen, doch die Königin rief ihn noch einmal zurück. Er drehte sich um. Sofort stand sie direkt vor ihm, küsste ihn. Aber es war nicht nur ein Kuss. Es war eine Demonstration ihrer Macht. Sie wollte beweisen, dass er ihr gehörte – und nur ihr.

Und er ging lächelnd.

„Und jetzt zu dir.“ Anis Blick nahm mich gefangen. Seine Schatten umgarnten auch sie. Die Meute auf ihren Armen war unruhig, sie wollte ausbrechen. Wenn sie das tat, war ich tot. Nur Devlins Befehl hielt sie noch zurück. Nur seinetwegen lebte ich überhaupt noch. „Devlin hätte dich niemals zu einer Elfe machen dürfen ohne vorher mit mir zu sprechen. Ich bin die Gabrielle. Ich bin zuständig für die Sicherheit des Volkes, auch als seine Königin. Ich schütze die Schattenelfen. Ich schütze meinen König.“ Sie kam zum Bett. „Steh auf.“ Ich tat was sie sagte, hielt mich aber am Bettpfosten fest bis ich sicher war, dass ich nicht sofort wieder umkippen würde. „Wenn ich auch nur den geringsten Verdacht habe, dass du gegen uns agierst, bist du tot. Ist das klar?“

„Ja.“

Sie zog ein Messer aus ihrem Gürtel, hob es vor ihr Gesicht und lächelte. Dann ging sie hinter mich, aber ich sah mich nicht um. Ich spürte, wie sie ihre Hand an meine Hüfte legte und erschauerte vor Angst. Ich spürte die kalte Aura des Messer eine Millisekunde bevor sie mir damit die Seite aufschnitt. Erschrocken keuchte ich auf und wäre zusammengebrochen, wenn sie mich nicht immer noch festhalten würde. Sie wischte das Messer an meinem Schulterblatt ab. Zwei kleinere Schnittwunden. Sie beugte sich vor um meinen Schmerz zu trinken. Sie nahm alles, was Devlin mir gegeben hatte, aber nicht genug, als dass ich sofort in Ohnmacht gefallen wäre. „Sei gewarnt.“ flüsterte sie, bevor sie mich losließ. Ich brach zusammen, spukte Blut aus.

„Sieh mich an.“ Ich öffnete die Augen noch ein Mal. Ich wusste, die Verletzung war nicht tödlich, aber das half in dieser Situation wenig. Anis Hand glitzerte rot von meinem Blut. Sie führte einen ihrer Finger zum Mund. „Ich finde dich überall.“ Dann ging sie mit dem Geschmack von meinem Blut auf der Zunge.

Ich blieb blutend auf dem Boden zurück. Erst nach ein paar Minuten wurde ich bewusstlos.

 

 

 

 

Nach oben

Dies ist eine kostenlose Homepage erstellt mit hPage.com.