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Wenn die Nacht in Scherben fällt

Anika Beer

 

 

„Schon immer hatte Nele die Fähigkeit, ihre Träume selbst zu steuern. Doch als sich nach dem Umzug in eine andere Stadt ein geheimnisvolles Wesen in ihre Traumwelt schleicht, ist sie verunsichert. Weit weg von ihren Freunden vertraut sie sich Jari an, einem Außenseiter an der neuen Schule. Auch er hat etwas zu verbergen, und beide fühlen sich zueinander hingezogen. Aber dann verschwindet Jari wie vom Erdboden verschluckt. Seine Spur führt Nele hinter das Nachtglas – dorthin, wo es nichts anderes als Träume gibt...“ (Klappentext)

 

Nele ist ein ungewöhnliches Mädchen. Bei ihren blauen Haaren mit den grünen und pinken Strähnchen und dem Lippenpiercing sieht man es ihr auch sofort an. Aber das ungewöhnlichste sind ihre Träume, die sie immer steuern kann. Außer einmal, als sie klein war – und davor hat sie heute noch Angst. Als Seth in ihren Träumen auftaucht, der ihr genauso viel Angst macht wie er sie anzieht, kommt das alles wieder hoch. Denn auch er scheint außerhalb ihres Einflussbereiches zu liegen. Er versucht las zu locken, aber er verrät Nele nicht, was dahinter liegt.

Und dann ist da noch Jari, ein Junge aus Neles neuer Schule. Ein Außenseiter, wie es scheint, über den üble Gerüchte im Umlauf sind. Nele freundet sich trotzdem mit ihm an – und dann verschwindet er ganz plötzlich. Nele möchte ihn finden, doch dazu wird sie sich wohl ihren Ängsten stellen müssen. Und sie muss schnell herausfinden, auf welcher Seite Seth wirklich steht...

 

Die Charaktere in „Wenn die Nacht in Scherben fällt“ werden sehr facettenreich dargestellt, sodass man schnell das Gefühl bekommt, sie bereits besser zu kennen, als sie sich selbst kennen. Die Geschichte braucht keine Heerschar an komplizierten Personen, um plötzliche Wendungen zu bekommen, doch die die sie hat, sind immer auf ihre eigene Art spannend und faszinierend.

Durch die Einschübe, die meistens aus Seth' oder Jaris Sicht geschrieben sind und immer am Anfang eines Kapitels stehen, bekommt die Geschichte eine ganz neue Art von Dynamik.

Leider weiß man beim Lesen oft schon vor den Figuren was sie tun sollten, aber man liest trotzdem weiter, denn immerhin besteht ja die Möglichkeit, dass sie etwas ganz anderes tun. Anika Beer legt all diese Möglichkeiten dar, ohne in langweiliges Aufzählen zu verfallen oder lange Monologe zu schreiben. Ihr Schreibstil lässt die Traumwelt genauso real erscheinen wie die echte Welt.

„Wenn die Nacht in Scherben fällt“ ist nach „Als die schwarzen Feen kamen“ Anika Beers zweiter Jugendroman. Doch im Gegensatz zu dem ersten Buch, ist „Wenn die Nacht in Scherben fällt“ weniger düster, obwohl die Bedrohung darin genauso real erscheint.

Das Buch entführt einen in Neles Welt, in die Traumwelt und in die Unendlichkeit. Eine Liebesgeschichte, gegen die jemand etwas einzuwenden hat, kommt auch vor und die Naturgesetze werden auf den Kopf gestellt.

Damit ist Anika Beers Roman auf jeden Fall zu empfehlen – es ist es wert, gelesen zu werden!

 

 

 

 

 

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