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Purpurmond

Heike Eva Schmidt

 

 

Bamberg 1632 – Höhepunkt der Hexenverfolgung. Und Cat aus der Gegenwart steckt mittendrin...

 

Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuterkundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht...“

 

Tja, ich würde sagen so eine ungewollte Zeitriese hat man davon, wenn man zu neugierig ist. Aber das wäre falsch, denn ehrlich gesagt, ich hätte den Halsreif vermutlich auch angelegt.

Cat, das dürre Mädchen mit den irischen Wurzeln, die ihr bleiche Haut und feuerrotes Haar bescheren, stolpert durch die Zeit. Der Klappentext vernachlässigt den Fakt etwas, dass sie hin und wieder auch einfach plötzlich wieder zurück in die Zukunft springt. Oder das sie im Jahr 2012 von einer echten Hexe in rosa Plüsch-Pantoffeln unterstützt wird. Cat ist eine Außenseiterin, sogar in der Gegenwart. Aber in der Vergangenheit findet sie in Dorothea eine wirklich gute Freundin. Und ihr Bruder ist... gutaussehend, störrisch und Mönch. Eigentlich kann mir Cat nur leidtun. Wenn man Purpurmond liest, kommen einem die eigenen Probleme gar nicht mehr so wichtig vor. Wer würde denn nicht durchdrehen, wenn er durchmachen müsste, was Cat durchmacht. Sie reist – ungewollt – durch die Zeit, sie muss sich selbst und Dorothea vor der Hexenverfolgung – und vor dem Scheiterhaufen – bewahren, sie verliebt sich in einen ignoranten – und ziemlich keuschen – Mönch und ach ja, und währenddessen wird sie auch noch von einem verfluchten Stück Metall um ihren Hals erwürgt. Chaos.

Denn nur, wenn [Cat] die Vergangenheit besiegen konnte, würde [sie] noch eine Zukunft haben.“ (S. 183)

 

Purpurmond ist das erste Buch, das ich von Heike Eva Schmidt lese. Aber es überzeugt mich davon noch mehr lesen zu wollen. Mal abgesehen von der unglaublich interessanten und mit wirklichen, geschichtlichen Fakten untermauerten Geschichte, ist Purpurmond in einem fantastischen Schreibstil verfasst. Trotz dem Perspektivenwechsel – und damit auch Orts- und Zeitwechsel – bleibt die Geschichte übersichtlich, da Kapitel aus Cats Sicht in der Ich-Perspektive und Kapitel aus Dorotheas Sicht in der Sie-Perspektive verfasst sind. Heike Eva Schmidt macht diverse Andeutungen, auf den weiteren Verlauf der Geschichte, die einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Eigentlich wollte man nur die ersten 50, 60 Seiten lesen, maximal eine Stunde lang, und plötzlich werden daraus vier Stunden und 351 Seiten – also das ganze Buch. So ging es zumindest mir.

Purpurmond ist absolut fesselnd. Ich zumindest bin begeistert und von daher lautet meine Empfehlung auch: Lesen!! Unbedingt!!

 

 

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