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GRAVEMINDER

Melissa Marr

 

 

„Jede Generation hat ihre eigene Totenwächterin. Bei Beerdigungen spricht sie magische Bannworte über dem frischem Grab, um den Frieden der Toten zu bewahren. Doch was geschieht, wenn es kein Grab gibt? Wenn die Tote ein junges Mädchen ist, das auf grausame Weise ermordert wurde und nun wiederkehrt, um Rache zu üben? Für Rebekkah beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie muss als Graveminder ihre Stadt vor der hungrigen Toten schützen – und deckt dabei Geheimnisse auf, die dunkler sind als das tiefste Grab.“ (Klappentext)

 

Claysville ist nur von außen eine ganz gewöhnliche Stadt. Und für die meisten Bewohner ist sie das auch – abgesehen davon, dass sie Kopfschmerzen bekommen, wenn sie Dinge hören, die sie nicht hören sollten. Abgesehen davon, dass die Bewohner von Claysville wieder auferstehen können, nachdem sie gestorben sind. Abgesehen davon, dass es in Claysville einen Tunnel ins Reich der Toten gibt. Abgesehen davon, dass Claysville vor hunderten von Jahren einen Pakt mit einem Teufel geschlossen hat.

Als ihre Großmutter stirbt, muss Rebekkah völlig unwissend die Rolle der des Graveminder – des Grabhüters – übernehmen. Zur Seite steht ihr dabei Byron, ihre Jugendliebe, dem sie seit Jahren ausweicht, weil er der Freund ihrer toten Schwester war, mit dem sie aber trotzdem immer wieder im Bett gelandet ist. Rebekkah stehen einige Dinge im Weg: eine schreckliche Tante, das Geheimnis um ihre Bestimmung, von der ihr nie jemand erzählt hatte, der zwielichtige Teufel Charlie, der ganz eigene Ziele im Blick hat und vor allem sie selbst. Als sie anfängt, die hungrige Tote Daisha zu jagen, weiß sie noch nicht, dass sie erst die Spitze des Eisberges ist.

 

Melissa Marr zählt zu meinen absoluten Lieblingsautoren. Und genauso wie ich die Sommerlicht-Reihe geliebt habe, so muss ich auch Graveminder lieben. Die Autorin schafft wieder eine völlig neue, düstere, magische Welt, die zu 100 % in unsere eingegliedert ist. Die Regeln sind klar, ohne genannt werden zu müssen, die Verhältnisse eindeutig und die Gefahren real.

Allerdings komme ich nicht umhin, die offensichtlichen Parallelen zu „Gegen das Sommerlicht“ zu bemerken. Doch das mindert den Wert dieses Buches nicht im geringsten. Die Geschichte von Graveminder lässt einen nicht mehr los und die Figuren berühren einen direkt im Herzen – sogar die, die man eigentlich nicht ausstehen kann. Melissa Marrs Schreibstil lässt Tote lebendig und Surreales real werden und nebenbei eine Liebe und Abhängigkeit spürbar. Publishers Weekly schreibt: „Dunkel und leidenschaftlich erzählt Marr vom Schicksal, dem freien Willen under der wahren Liebe.“ - und das mit Bravour.

Ich kann das Buch also jedem „Sommerlicht“-Leser und jedem Marr Neueinsteiger empfehlen, nur zu zimperlich sollte man nicht sein, aber zur Not lassen sich gewisse Stellen auch überlesen.

Graveminder ist ein toller Roman, der mir nur eine Sorge offen lässt: es gibt so viele Stellen, an denen man für einen zweiten Teil ansetzen könnte...

 

 

 

 

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