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GEFANGEN IN HARMONY

Walter Greatshell

 

 

 

Trau nicht deinen Eltern.

Nicht deinen Freunden.

Nicht einmal dir.

 

Maddy Grant ist aufgewacht. Nach einem schrecklichen Unfall hat sie über ein Jahr im Koma gelegen. Nun haben Wissenschaftler einen Teil ihres Gehirns durch Elektronik ersetzt. Maddy kann wieder klar denken. Sie kann sich erinnern. Sie ist wieder sie selbst.

In dem kleinen Ort Harmony soll Maddy lernen, wieder ein normales Leben zu führen. Doch Harmony ist kein normales Dorf. Es steht auf keiner Landkarte. Und es gibt da noch andere Details, die nicht ins Bild passen. Denn Maddy ist mehr als nur geheilt. Sie verarbeitet Informationen wie ein Computer, und sie kann aus einfachsten Dingen tödliche Waffen bauen – in Höchstgeschwindigkeit.

Wer ist Maddy Grant?

Was hat man mit ihr gemacht – und wozu?“ (Klappentext)

 

Maddy Grant war eine gewöhnliche Jugendliche, die gerade ihren ersten Kuss bekommen hat, als es passiert. In einer Geisterbahn treten giftige Gase aus und zerstören einen Großteil ihres Gehirns. Plötzlich ist sie schwer behindert und alle anderen Menschen erscheinen ihr wie perfekte Engel. Die Welt ist schön und friedlich, denn Maddy sieht alles wieder aus den Augen eines Kleinkindes. Aber das ist mit der Einsetzung des Implantats in ihren Kopf schlagartig vorbei. Maddys Gehirn ist plötzlich nicht mehr das eines kleinen Kindes, sondern funktioniert wie ein Computer. Sie kann nicht nur Waffen bauen, sondern sie versteht auch jede Maschine, die vor ihr steht. Sie kann einen Computer auseinander nehmen um ihn zu verbessern, eigene Programme darauf schreiben, weil ihr die „benutzerfreundlichen“ zu einfach, langsam und beschränkt sind – sie kann sogar Helikopter fliegen. Und sie kann töten. Denn darauf ist ihr Implantat – möglicherweise – programmiert.

 

Ehrlich gesagt habe ich von „Gefangen in Harmony“ eine etwas andere Geschichte erwartet. Weniger plötzliche Wendungen und technische Fachbegriffe sondern mehr geschickte Überlegung und Überwindung aller Gefahren durch Nachdenken. Aber da lag ich wohl falsch. In dem roman gibt es ganze Seiten, die ich vor lauter mechanischen, technischen oder physikalischen Begriffen nicht verstanden habe. Und es gibt Stellen, da hätte ich am liebsten die Augen ganz fest zu gekniffen, wie wenn mir als Kind ein Film zu gruselig oder blutig wurde. Dummerweise kann man während dem Lesen die Augen so schlecht zukneifen.

Walter Grant schreibt sehr sachlich, was in diesem Fall allerdings auch an Maddys Computerhirn liegen könnte. Er beschreibt oft sehr viele Details und erklärt genau, was Maddy gerade tut. Maddy selbst ist eine eigenartige Figur. Während ihr Gehirn auf der einen Seite alle möglichen Informationen abrufen kann, braucht sie ziemlich lang um zu begreifen, dass sie die Welt mit den perfekten Engeln nicht erträumt hat sondern die Welt so gesehen hat, als sie behindert war. Und sie braucht das ganze Buch um sich selbst zu finden.

Am Ende bleibt offen, was von Maddys Handlungen von ihrem Implantat gesteuert wurde und für was sie selbst verantwortlich war. Ob das Implantat überhaupt ihre Handlungen steuert oder ob das nur eine Wahnvorstellung der – möglicherweise – verrückten Maddy ist, bleibt eigentlich ganz offen. Das macht das Buch in seinen psychologischen Überlegungen nur noch beängstigender.

Das Buch ist interessant und man legt es nur schwer aus der Hand, aber es ist definitiv nichts für Zimperliche, die genaue Beschreibungen von Morden nicht ertragen. 

 

 

 

 

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