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Die Steine der Fatima

Franziska Wulf

 

“Beatrice Helmer ist Chirurgin in einem Hamburger Krankenhaus. Nach der Operation an einer alten arabischen Frau findet sie in ihrer OP-Kleidung plötzlich einen geheimnisvollen Stein. Dann verliert sie das Bewusstsein. Sie erwacht in einer völlig fremden Welt: Die Frauen sind verschleiert, die Männer mehr als grob zu ihr und die Sprache ist ihr gänzlich unverständlich.

Sie ist in einem Harem gelandet! Fast verfällt Beatrice in eine tiefe Depression, doch dann rettet sie bei einer Operation der Lieblingsfrau des Emirs das Leben. Der Leibarzt des Emirs bekommt sie, Beatrice, als Frau zum Geschenk! Die beiden tragen etliche Konflikte miteinander aus, doch aus gegenseitigem Respekt wird Zuneigung und schließlich Liebe…“ (Klappentext)

 

Was kann man diesem Klappentext noch anfügen… Die Geschichte ist vielleicht nicht ganz so kitschig. Beatrice landet in Buchara im Harem des Emirs – aber das zu einer Zeit, die bereits 100 Jahre zurückliegt! Das Leben dort stellt viele Schwierigkeiten: Sie spricht kein arabisch und hat keine Ahnung von den Betrügereien der anderen Frauen im Harem. Schließlich findet sie sich doch zu Recht, nur um festzustellen, dass ihre einzige Freundin sie hintergeht. Nach geraumer Zeit wird Beatrice dem Emir ein Dorn im Auge, da sie die anderen Frauen aufmischt, um sie loszuwerden verschenkt er sie an Ali Al-Hussein ibn Abdallah ibn Sina, seinen Leibarzt. Die beiden mögen sich erst überhaupt nicht, doch schnell finden sie heraus, dass sie viel gemeinsam haben. Als Beatrice entführt wird, wird Ali klar, wie sehr er sie mag, und lässt nach ihr suchen. Nach ein paar Tagen kehrt Beatrice von selbst zurück – zusammen mit ihrem Entführer, in den sie sich verleibt hat. Er muss operiert werden – eine lebensgefährliche OP, bei derart schlechten Verhältnissen. Es gelingt, er verschwindet und lässt Beatrice bei Ali zurück. So entdeckt auch sie ihre Gefühle für Ali.

Die Handlung klingt vielleicht sehr kitschig, wenn man sie zusammenfasst, doch der Roman ist es überhaupt nicht. Man erlebt mit Beatrice gemeinsam einen fremden Alltag. Das ist alles. Die Rätsel die ihre Zeitreise einem aufgeben sowie die Vielfältigkeit der Charaktere lassen einen jedoch immer weiter lesen, bis man am Ende ist.

Franziska Wulf bedient sich bei der Erschaffung ihrer orientalischen Welt weder kitschigen Filmen noch einfachen, immer gleichen Charakteren. Sie beschreibt alles detailliert und lebensnah, sodass man denkt, man sei selbst in Buchara.

Ich habe ehrlich gesagt eine Weile gebraucht, um zu verstehen, dass das der Grund ist weshalb das Buch mich fesselt. Aber es ist auf jeden Fall jedem zu empfehlen! Wirklich jedem, da es alles zusammenbringt: Einen zwielichtigen Nomaden mit dunkeln Geschäften, eine Liebesgeschichte und eine Zeitreise. Eine Mischung aller Genres, die begeistert. Unbedingt lesen!

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