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Die Rebellion der Maddie Freeman

- Katie Kacvinsky

 

Das Leben ist zu kurz um vielleicht zu sagen“

Eine Stadt in den USA, wenige Jahre in der Zukunft: Maddie, 17, lebt wie alle um sie herum ein digitales Leben. Schule und Verabredungen – das alles findet im Netz statt. Doch dann verliebt sie sich in Justin – für den nur das wahre Leben offline zählt.

Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Justin gegen die Welt der sozialen Netzwerke, in der alles künstlich ist. Dieser Kampf richtet sich gegen die ganz oben – und damit auch gegen Maddies Vater, der das System der Digital School gesetzlich verankert hat. Maddie wird für die Bewegung zu einer Schlüsselfigur. Und sie muss sich entscheiden: Auf welcher Seite will sie stehen?“

In welcher Welt wollen wir leben – und uns verlieben?“

 

Bereits der Klappentext verdeutlicht die Thematik des Buches. Er führt uns vor Augen, wohin unsere Gesellschaft strebt. Und dabei ist das erst der Klappentext!

Maddie ist rebellisch – naiv, wie ihr Vater es nennt. Ihr wird eingetrichtert, was sie wissen muss. Das Denken fällt weg. Das Leben hinter den Bildschirmen ist alltäglich, seit einem verheerenden Amoklauf vor ein paar Jahren. Die Menschen glauben, es sei die einzige Möglichkeit in Sicherheit zu bleiben. Man geht sogar im eigenen Haus an einem Strand spazieren – auf einem Laufband, vor einem 3D-Bildschirm. Maddie weiß, dass das nicht richtig ist. Aber sie redet sich selbst das Gegenteil ein. Doch dann trifft sie Justin und ihr wird klar, was sie die ganze Zeit gewusst hat: Leben kann man nur ohne Bildschirme. Doch sie kann sich nicht entscheiden – für ihre Liebe zu Justin oder für ihre Familie? Justin ist keine große Hilfe, er liebt sie, aber blockt ab. Er will das sie sich gegen ihn entscheidet – sein leben sei zu gefährlich. Aber Maddie ist wie alle Menschen: Sie will immer, was sie nicht bekommen kann.

Das Buch ist unglaublich. Die Thematik ist aktuell und das wird sie auch in den nächsten Jahren bleiben. Es führt uns radikal - ohne Euphemismen – vor Augen, was wir vorantreiben. Wir können sagen „Ach soweit sind wir doch noch lange nicht!“ Ja – noch nicht. Das Buch spielt im Jahr 2060, aber ich bin der Meinung, dass wir dieses Stadium der Abkapselung bereits mindestens 10 Jahre früher erreichen werden. Der Computer mag ja hilfreich sein, aber er ist auch gefährlich.

Katie Kacvinsky schreibt fesselnd. Sie gibt subtile Hinweise auf Vorgeschichten und zukünftige Hinweise, aber nie genug um alles zu verraten. Das hält das Buch spannend. Aber nicht nur das. Sie schreibt oft detailliert und während dem Lesen versinkt man sosehr in ihrem Buch, das man meinen könnte, man sei wirklich dort. Sie erzählt von einer realistischen Zeitreise in die Zukunft – und von einer Protagonistin, mit der man sich vollkommen identifizieren kann.

Normalerweise bin ich nicht so ein Fan von Zukunftsroman, aber „Die Rebellion der Maddie Freeman“ ist unglaublich gut. Ich kann es jedem weiter empfehlen, der gerne über die Gesellschaft nachdenkt und allen, die gerne Lesen. Ich freue mich schon riesig auf den zweiten Teil „Maddie – Der Widerstand geht weiter“, der im Februar herauskommt. Lest das Buch!! Ihr werdet es nicht bereuen.

Maddie lebt in der Zukunft, doch sie erzählt von der Gegenwart.

 

 

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