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Dancing Jax - Auftakt

Robin Jarvis

 

 

 

"Einige Bücher sind schädlich, sogar gefährlich. Sie verdrehen einem den Kopf und geben den dunkelsten Seiten der menschlichen Seele Nahrung. Sie sollten verbannt oder vernichtet werden. Diese Geschichte handelt von solch einem Buch. Ich hoffe es gibt noch genug von euch da draußen, die das hier lesen und mir glauben und sich zur Wehr setzen können - bevor es zu spät ist.

Ein altertümlich wirkendes und zunächst harmlos erscheinendes Buch taucht in einer englischen Kleinstadt auf und ergreift Besitz von seinen Lesern. Immer mehr Menschen werden von dem Buch befallen und zu willenlosen Charakteren der Geschichte. Der diabolische Plan des Autors scheint aufzugehen..." (Das Buch; S. 2)

 

Martin Baxter ist Mathematiklehrer an einer gewöhnlichen Schule in einer gewöhnlichen Stadt namens Felixstowe. Na gut, sie haben einen leicht alkoholabhängigen, aber harmlosen und durchaus fähigen Direktor und in der Stadt wohnt ein Ex-Comedian, dem sein Alter-Ego so wichtig ist, dass nicht jeder das Recht hat sie kennenzulernen, aber sonst: eine normale, langweilige Kleinstadt. Zumindest bis das Buch auftaucht. Dancing Jacks ist der Auslöser einer regelrechten Epidemie, die um sich greift. Und das ganze beginnt mit einer Bande von Dieben, die in ein altes Haus einsteigen - das Haus von Austerly Fellows, dem Autor von Dancing Jacks. Sein Ziel war es, die Erde in ein Abbild der Hölle zu verwandeln mit Hilfe der Macht der Worte. Wer sein Buch liest, oder daraus vorgelesen bekommt, verfällt. Ab diesem Zeitpunkt ist er eine der Figuren und die Welt von Dancing Jacks seine Realität. Wer versucht dem Bann des Buches zu entfliehen, oder immun dagegen ist, der wird mit Gewalt in die andere Welt gezwungen oder getötet.

Um den Siegeszug von Dancing Jacks zu beginnen, braucht Austerly Fellows - der irgendwie Besitz von dem Anführer der Diebesbande ergriffen hat und mit dessen Körper das Buch unter die Leute bringt - er braucht erst ein Mal eine Ablenkung: die in dem Tod von 41 Jugendlichen und Kindern endet, um die sich dieser Mann keinerlei Gedanken macht. Für ihn waren sie ein erforderliches Opfer.

 

So, nun habt ihr einen ersten Einblick in die Geschichte von "Dancing Jax" erhalten, ihr wisst wie grausam der Antagonist ist. Aber der Protagonist? Mich hat das Buch zur Weißglut getrieben. Immer wieder sind Figuren aufgetaucht, die es zum Helden der Geschichte hätten bringen können, aber einer nach dem anderen sind sie dem Buch verfallen. Alle bis auf Martin Baxter - und ein Mathelehrer ist nicht unbedingt die Art von Hauptfigur, die ich in einem Jugendbuch erwartet hätte.

Aber er macht sich ganz gut, wirkt gerade wegen seiner Schwächen und der Verluste, die er erleiden muss real, verletzlich und gerade deswegen noch mutiger. Auch die anderen Figuren, die Robin Jarvis geschaffen hat, sind alles andere als einseitig oder langweilig. Jede von ihnen ist irgendwie einzigartig, sogar die Rollen aus Dancing Jacks sind alle verschieden. Genau genommen hat Jarvis also nicht nur eine Geschichte geschrieben, nicht nur eine Welt geschaffen, sondern gleich zwei. Und beide sind irgendwie beängstigend.

Und genau das macht die Faszination des Buches aus. Gut am Anfang haben mich die Ortswechsel genervt, weil ich viel lieber mehr über Martin Baxter, seine Familie und vor allem seine Schüler erfahren hätte, als über die Diebesbande oder den Hof der Herzkönigin aus Dancing Jacks, aber ich konnte trotzdem nicht aufhören zu lesen. Die genauen Schilderungen der Schauplätze, der Hintergründe, die vielen Details haben die Geschichte so real gemacht, dass ich einfach wissen musste, wie es weitergeht. Am Anfang habe ich "Dancing Jax - Auftakt" zögernd und langsam, manchmal sogar widerwillig gelesen, weil ich es erst einmal verdauen musste, wenn wieder einer meiner Lieblingscharaktere auf die falsche Seite gewechselt hat, oder ich das Gefühl hatte, dass bald einer wechseln wird. Aber dann kam das Ende ziemlich schnell und ziemlich prompt - ich werde es wohl nicht allzu lange aushalten bis ich mir den zweiten Teil der Trilogie "Dancing Jax - Zwischenspiel" kaufen werde.

Abschließend kann ich also durchaus sagen, dass "Dancing Jax - Auftakt" sehr gut war, aber es ist definitv nichts für schwache Nerven.

 

 

 

 

 

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